Vorbildeffekte

Die sozial-kognitive Theorie

Die sozial-kognitive Lerntheorie von Bandura (1977)

– Versuch eines einheitlichen theoretischen Bezugsrahmens für menschliches Denken und Verhalten
= eine der einflußreichsten und meist zitierten Theorien

3 Kernannahmen

1. Stellvertretende Prozesse psychologischer Funktionen
Nicht nur unmittelbare Erfahrung sondern auch die Beobachtung anderer kann das Denken, die Affekte und das Verhalten von Menschen entscheidend beeinflussen

mehr (Quelle)

Bandura unterscheidet drei Vorbildeffekte:

1.) Beobachtungslerneffekt
Neue Verhaltensmuster werden erworben oder aus bekannten Teilreaktionen zusammengesetzt; vorhandene Verhaltensmuster werden unter neue Situationskontrolle gebracht

2.) Hemmung oder Enthemmung
Potentiell vorhandene, aber sozial sanktionierte Verhaltensweisen werden unterdrückt (z.B. Unterlassung von Aggression, Widerstand gegen Versuchungen) oder von Hemmungen befreit (z.B. Überwindung von Phobien, aggressives Verhalten)

3.) Reaktionserleichterung
Ein Verhalten, das weder neu noch sozial sanktioniert ist, wird durch gleiches Verhalten anderer ausgelöst.

Die Anwendung dieser Dreiteilung auf den konkreten Fall bereitet jedoch Schwierigkeiten, weil eine klare Trennung oft nicht möglich ist. So können z.B. neue Verhaltensweisen, die durch den Beobachtungslerneffekt enstanden sind, durchaus sozial sanktionierten, aggressiven Inhalt haben (Enthemmungseffekt) –> Bsp. Leistungsstreben <–> zu großzügiges Selbstbdienungsverhalten

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~ by ikeil on November 17, 2008.

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